Zertifikate für Kardiologische Fachassistentinnen vergeben - Erfolgreicher Abschluss des zweiten Lehrgangs


Steigende Patientenzahlen, intensiver Kostendruck und komplexere Arbeitsabläufe stellen immer neue Herausforderungen an das Pflegepersonal in Krankenhäusern. Wie wichtig dabei die Qualifizierung der Mitarbeiter ist, die den Patienten tagtäglich am nächsten sind, weiß Michael Jacobs, Leiter des Pflegepersonals im Herzkatheterlabor des Elisabeth-Krankenhauses Essen, nur zu gut. Darum hat er gemeinsam mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie deutschlandweit die erste „Weiterbildung für nicht-ärztliches Assistenzpersonal in der Kardiologie“ initiiert, die u.a. von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert ist und den Grundstein für eine landesweit verbesserte Versorgungsstruktur von Herz-Kreislauf-Patienten legt.
Nach dem erfolgreichen ersten Lehrgang 2009 konnten nun weitere 17 Absolventinnen im Februar 2010 ihre Zertifikate in Empfang nehmen. Sie dürfen sich ab sofort „Kardiologische Fachassistentin“ nennen. Dafür nahmen einige Teilnehmerinnen sogar weite Anfahrtswege auf sich: Sie kamen aus Hamburg, Darmstadt oder Waldbröl. Übergeben wurden die Zertifikate von Konstantinos Papoutsis (Geschäftsführer der DGK - Deutsche Gesellschaft für Kardiologie), Eleonore Feldkamp (Präsidentin der Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung des Assistenzpersonals in der Kardiologie) sowie den Herren Michael Jacobs, Jürgen Ohms und Johannes Laub.


Die Zertifikate wurden übergeben von Michael Jacobs, Eleonore Feldkamp und Konstantinos Papoutsis (von links) sowie Jürgen Ohms und Johannes Laub (nicht im Bild).
Hintergrund
Eine Untersuchung im Herzkatheterlabor ist nicht allein Sache des behandelnden Arztes, im Gegenteil: Bis zu vier nicht-ärztliche Mitarbeiter sorgen bei jedem Eingriff dafür, dass der Patient bestens vorbereitet ist, der Operateur alles Notwendige zur Hand hat, Geräte und Bildschirme richtig eingestellt sind und die Dokumentation für die Krankenakte lückenlos ist. Bei durchschnittlich etwa 25 Eingriffen am Tag – Tendenz steigend – muss dabei jeder Handgriff sitzen.
Eine spezifische und einheitliche Ausbildung für diese verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe gibt es noch nicht lange. Dabei nehmen die Herausforderungen stetig zu: Steigende Patientenzahlen und ständig neue medizinischen Entwicklungen erfordern notwendiges Wissen, um den Patienten weiterhin eine gleichbleibend gute Versorgung zu garantieren. Dies gilt ebenso für den Aufgabenbereich des nicht-ärztlichen Personals. Bisher lag es in der Hand der einzelnen Krankenhäuser, ihr Personal dahingehend zu schulen. Allerdings führte dies zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die Michael Jacobs schließlich veranlassten, die Weiterbildung ins Leben zu rufen.
Ziel ist es, das nicht-ärztliche Personal mit weiteren Angeboten so zu schulen, dass es künftig auch solche Aufgaben qualifiziert übernehmen kann, die bisher ausschließlich, aber nicht notwendigerweise in der Hand des Arztes lagen. Damit soll die optimale Behandlung herzkranker Patienten auch in Zukunft bezahlbar bleiben.
Während die Krankheitskosten insgesamt pro Einwohner zwischen 2002 und 2006 bei Männern immerhin um 11,2 und bei Frauen um 5,9 Prozent angestiegen sind, lagen die Steigerungsraten der Kosten für Diagnostik und Therapie des akuten Herzinfarkts in diesem Zeitraum bei 65,3 (Frauen) und 70,1 Prozent (Männer). Damit deutschlandweit noch weitere Kliniken von dem Know-how der „Herzschwestern“ profitieren, ist eine Ausweitung des Konzepts u.a. auf München, Hamburg, Dresden, Frankfurt und Leipzig geplant.
Das Projekt wird unterstützt, gefördert und zertifiziert durch die Arbeitsgruppe des Assistenzpersonals in der Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V., die Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung des Assistenzpersonals in der Kardiologie e.V. und die Contilia Akademie.
Die Weiterbildung zum kardiologischen Fachassistenten bzw. zur kardiologischen Fachassistentin ist modular aufgebaut und umfasst rund 228 Unterrichtsstunden sowie ein etwa einwöchiges Praktikum. Nach Abschluss des halbjährigen Kurses sind die Absolventen ausgebildet für den Einsatz in Herzkatheterlaboren in ganz Deutschland. Sie findet in enger Zusammenarbeit mit der Contilia Akademie statt.
Nächster Kurs
Ein weiterer Kurs ist geplant für Oktober 2010 mit einer Aufstockung auf 240 Unterrichtseinheiten.
Informationen
Mehr Informationen hierzu erhalten Sie über:
Michael Jacobs
Tel. 0201 897-3231
eMail: m.jacobs@contilia.de
oder über:
Jürgen Ohms
Contilia Akademie
Klara-Kopp-Weg 3
D-45138 Essen
Tel.: 0201 897-29202
Fax: 0201 897-2519
eMail: j.ohms@contilia.de

Nach dem erfolgreichen ersten Lehrgang 2009 konnten nun weitere 17 Absolventinnen im Februar 2010 ihre Zertifikate in Empfang nehmen. Sie dürfen sich ab sofort „Kardiologische Fachassistentin“ nennen. Dafür nahmen einige Teilnehmerinnen sogar weite Anfahrtswege auf sich: Sie kamen aus Hamburg, Darmstadt oder Waldbröl. Übergeben wurden die Zertifikate von Konstantinos Papoutsis (Geschäftsführer der DGK - Deutsche Gesellschaft für Kardiologie), Eleonore Feldkamp (Präsidentin der Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung des Assistenzpersonals in der Kardiologie) sowie den Herren Michael Jacobs, Jürgen Ohms und Johannes Laub.

Die Zertifikate wurden übergeben von Michael Jacobs, Eleonore Feldkamp und Konstantinos Papoutsis (von links) sowie Jürgen Ohms und Johannes Laub (nicht im Bild).
Eine Untersuchung im Herzkatheterlabor ist nicht allein Sache des behandelnden Arztes, im Gegenteil: Bis zu vier nicht-ärztliche Mitarbeiter sorgen bei jedem Eingriff dafür, dass der Patient bestens vorbereitet ist, der Operateur alles Notwendige zur Hand hat, Geräte und Bildschirme richtig eingestellt sind und die Dokumentation für die Krankenakte lückenlos ist. Bei durchschnittlich etwa 25 Eingriffen am Tag – Tendenz steigend – muss dabei jeder Handgriff sitzen.
Eine spezifische und einheitliche Ausbildung für diese verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe gibt es noch nicht lange. Dabei nehmen die Herausforderungen stetig zu: Steigende Patientenzahlen und ständig neue medizinischen Entwicklungen erfordern notwendiges Wissen, um den Patienten weiterhin eine gleichbleibend gute Versorgung zu garantieren. Dies gilt ebenso für den Aufgabenbereich des nicht-ärztlichen Personals. Bisher lag es in der Hand der einzelnen Krankenhäuser, ihr Personal dahingehend zu schulen. Allerdings führte dies zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die Michael Jacobs schließlich veranlassten, die Weiterbildung ins Leben zu rufen.
Ziel ist es, das nicht-ärztliche Personal mit weiteren Angeboten so zu schulen, dass es künftig auch solche Aufgaben qualifiziert übernehmen kann, die bisher ausschließlich, aber nicht notwendigerweise in der Hand des Arztes lagen. Damit soll die optimale Behandlung herzkranker Patienten auch in Zukunft bezahlbar bleiben.
Während die Krankheitskosten insgesamt pro Einwohner zwischen 2002 und 2006 bei Männern immerhin um 11,2 und bei Frauen um 5,9 Prozent angestiegen sind, lagen die Steigerungsraten der Kosten für Diagnostik und Therapie des akuten Herzinfarkts in diesem Zeitraum bei 65,3 (Frauen) und 70,1 Prozent (Männer). Damit deutschlandweit noch weitere Kliniken von dem Know-how der „Herzschwestern“ profitieren, ist eine Ausweitung des Konzepts u.a. auf München, Hamburg, Dresden, Frankfurt und Leipzig geplant.
Das Projekt wird unterstützt, gefördert und zertifiziert durch die Arbeitsgruppe des Assistenzpersonals in der Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V., die Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung des Assistenzpersonals in der Kardiologie e.V. und die Contilia Akademie.
Die Weiterbildung zum kardiologischen Fachassistenten bzw. zur kardiologischen Fachassistentin ist modular aufgebaut und umfasst rund 228 Unterrichtsstunden sowie ein etwa einwöchiges Praktikum. Nach Abschluss des halbjährigen Kurses sind die Absolventen ausgebildet für den Einsatz in Herzkatheterlaboren in ganz Deutschland. Sie findet in enger Zusammenarbeit mit der Contilia Akademie statt.
Nächster Kurs
Ein weiterer Kurs ist geplant für Oktober 2010 mit einer Aufstockung auf 240 Unterrichtseinheiten.
Informationen
Mehr Informationen hierzu erhalten Sie über:
Michael Jacobs
Tel. 0201 897-3231
eMail: m.jacobs@contilia.de
oder über:
Jürgen Ohms
Contilia Akademie
Klara-Kopp-Weg 3
D-45138 Essen
Tel.: 0201 897-29202
Fax: 0201 897-2519
eMail: j.ohms@contilia.de





