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Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie


Prof. Dr. Horst-Wilhelm Kniemeyer
Die Gefäßchirurgie beschäftigt sich mit Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen des Gefäßsystems. Dazu gehören die Arterien, die Venen und die Lymphbahnen. Wenn sie eingeengt, verschlossen, durchtrennt oder gerissen sind, gerät die Blutversorgung durcheinander. Gliedmaßen oder Organe bekommen dann zu viel oder zu wenig Blut. Beide Situationen können folgenschwer sein.

Die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie des Elisabeth-Krankenhauses wurde 1984 als erste selbständige Klinik dieser Art in Essen eingerichtet. Sie verfügt über 50 Betten, drei Betten auf der Intensivstation und zwei Operationssäle. Insgesamt werden in der Klinik jährlich ca. 2.000 gefäßchirurgische Operationen durchgeführt.

Die Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie wird geleitet von Klinikdirektor Prof. Dr. Horst-Wilhelm Kniemeyer. Sein ärztliches Team zählt neun Mitarbeiter. Oberärzte sind: Dr. Heinrich Beckmann, Dr. Raul Martinez, Dr. Ahmed Solimann.

 
Schwerpunkte
Der Schwerpunkt der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie ist die operative Behandlung von Erkrankungen der Arterien und der Venen. Alle Erkrankungen der Arterien, insbesondere die der Halsschlagader, der Hauptschlagader (Aorta) sowie die der arteriellen Gefäße der Beine werden behandelt.

Ein wichtiger Spezialisierungsbereich sind die Verschlussprozesse der Beinarterien, wobei in der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie Bypässe vom Oberschenkel bis zum Unterschenkel, gelegentlich auch bis zum Fuß, angelegt werden. Gerade diese sind oft für Patienten mit ausgedehnten Verschlusserkrankungen der Beine oder diabetischem Fußsyndrom unumgänglich, da nur sie eine hoffnungsvolle Zukunftsperspektive eröffnen und sich so eine Amputation oft vermeiden lässt.

Bei der operativen Behandlung von Venenerkrankungen steht die Behandlung der akuten und embolisierenden Venenthrombose, die Behandlung der chronischen Beingeschwüre sowie die Beseitigung von Krampfadern im Vordergrund.

Diagnose
Bei der Diagnose von Durchblutungsproblemen bedienen sich die Gefäßchirurgen spezieller Verfahren:

Bilden sie die Durchlässigkeit der Gefäße ab, handelt es sich um so genannte nicht invasive (nicht eingreifende) Verfahren. Dazu gehören:
  • Ultraschalldoppleruntersuchungen
  • Duplexuntersuchungen

Bilden sie die Durchlässigkeit ab und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, diese Durchlässigkeit zu verbessern, dann handelt es sich um invasive (eingreifende) Verfahren. Dazu gehören:
  • Angiografien
  • Venografien

Liegt eine Verengung eines Gefäßes vor, kann diese mittels einer Dilatation aufgeweitet werden.


Prof. Dr. Horst-Wilhelm Kniemeyer & Dr. Heinrich Beckmann

Im Einzelnen umfasst das Spektrum der gefäßchirurgischen Versorgung:
  • Bypassoperationen
  • Aneurysmenoperationen der Aorta und der Peripherie
  • Gefäßerweiterungen (Dilatationen) mit Stentimplantationen
  • Rekonstruktion und Ersetzen von Arterien der Extremitäten und Organe (z.B. Darm- oder Nierenarterien oder Aorta)
  • Anlegen von Dialyse-Shunts
  • Portimplantationen (zur Durchführung einer Chemotherapie)
  • Behandlung von akuten und embolisierenden Venenthrombosen
  • Behandlung der chronischen Beingeschwüre (Ulcus cruris)
  • Beseitigung von Krampfadern